Die GRÜNEN fordern mehr Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer*innen.

Da kann noch Luft auf die Reifen

Wer mit dem Rad in Stralsund und der Umgebung unterwegs ist, der- oder diejenige weiß, dass es bei der Verbesserung der Infrastruktur des Radwegenetzes noch jede Menge Luft nach oben gibt.

Um die Situation für Radfahrer*innen in der Hansestadt zu verbessern, hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/DIE PARTEI in der vergangenen Sitzung der Bürgerschaft verschiedene Änderungsanträge für die Haushaltsplanung 2021 der Hansestadt eingebracht.

Verbesserung auf lange Sicht

„In Zeiten der Verkehrswende und dem Ruf nach mehr und effektiverem Klimaschutz sollte die Hansestadt eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen“, erklärt Fraktionsmitglied Dr. Arnold von Bosse. Aus diesem Grund hatte die Fraktion unter anderem den Antrag dafür eingebracht, dass ein Konzept zur Verbesserung des Radwegenetzes in der Altstadt erarbeitet wird. „Die Situation für Radfahrer*innen in der Altstadt ist mehr als unbefriedigend“, erklärt Arnold von Bosse. „Bisher wurden von der Verwaltung wenig Lösungen aufgezeigt, um das zu ändern. Auch vor dem Hintergrund, dass denkmalpflegerische Belange berücksichtigt werden müssten, hätten wir die Beauftragung eines Maßnahmenkonzeptes an ein Fachbüro für äußerst sinnvoll gehalten.“ Der Vorschlag der bündnisgrünen Fraktion: 50 000 Euro für die Erstellung dieses Konzepts in den Haushalt einzustellen.

Aus- und Neubau von Radwegen

„Insgesamt ist es notwendig, deutlich mehr Mittel in den Haushalt für eine nachhaltige Verbesserung und die Sanierung und den Ausbau von Radwegen im Stralsunder Stadtgebiet einzustellen.“ Antrag: 200 000 Euro zusätzliche Mittel dafür in den Haushalt einzustellen.

Nicht zuletzt stellte die Fraktion den Antrag, 35 000 Euro in den Haushalt einzustellen, um beim Ostseeküstenradwanderweg zwischen Andershof und Devin einen Schritt weiter zu kommen. „Dieser Abschnitt ist sowohl in Bezug auf die Streckenführung als auch den Zustand veränderungs- und verbesserungswürdig“, erklärt Arnold von Bosse. „Auch wenn die Grundstücksverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, halten wir es für erforderlich, zumindest einen Planungsansatz in den Haushalt einzustellen.“

Für die Änderungsanträge haben die Bündnisgrünen jedoch keine Mehrheit erhalten. „Es ist schade, dass die Hansestadt an diesem Punkt noch immer rückwärtsgewandt und wenig vorausschauend agiert“, sagt Arnold von Bosse.