Stralsund braucht mehr Investitionen in das Radwegenetz.

Stralsund muss kräftig in die Pedale treten

Desolates Ergebnis für die Hansestadt: Im ADFC-Fahrradklima-Test 2020 ist Stralsund auf den 79. Platz abgerutscht. Von 110 teilnehmenden Städten in der Kategorie 50 000 bis 100 000 Einwohner. Rainer Starke, sachkundiger Einwohner der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/DIE PARTEI in der Stralsunder Bürgerschaft erklärt dazu: „Die Hansestadt wurde für ihre Fahrradpolitik abgestraft. Uns verwundert das nicht, denn die konservative Bürgerschaftsmehrheit trägt immer noch das veraltete Konzept der autogerechten Stadt vor sich her und blockiert wichtige Entscheidungen für die dringend erforderliche Mobilitätswende und den Klimaschutz.“

Eine Radroute allein reicht nicht aus

Man könne sich als Stadt nicht darauf ausruhen, dass man eine „Radroute Franken“ ausbaue und das Ganze dann unter „Klimaschutz durch Radverkehr“ verbuchen. „Dazu gehört wesentlich mehr“, sagt Rainer Starke und verweist auf die Ergebnisse des Tests, der alle zwei Jahre vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Bundesverkehrsministerium initiiert wird. „Die Bürgerschaft und die Verwaltung sollten der Planung und dem Bau von Fahrradwegen im städtischen Haushalt 2021 und für die kommenden Jahre einen höheren Stellenwert einräumen.“ Die GRÜNE Fraktion wird weiterhin regelmäßig Initiativen zur Verbesserung des Radverkehrs in die Bürgerschaft tragen.

Stralsund rutscht ab

Mehr als 230 000 Teilnehmer hatten an der Umfrage teilgenommen und ein klares Bild gezeichnet – auch für Stralsund. „Besonders schlechte Noten gab es unter anderem beim Stellenwert des Radverkehrs in der Stadt, bei der Breite der Wege für Radfahrerinnen und Radfahrer oder bei der Sicherheit beim Radfahren“, sagt Rainer Starke. „Für die Hansestadt gibt es noch einige Hausaufgaben zu erledigen.“ Es lohne sich vielleicht ein Blick nach Greifswald, denn die Nachbarstadt ist auf einem hervorragenden 4. Platz gelandet.

Quelle: https://fkt.object-manager.com/data/2020/Stralsund_13073088_FKT2020.pdf